Zwei kritische Sicherheitslücken in der Überwachungskamera TP-Link Tapo C200 ermöglichen es Angreifern im selben lokalen Netzwerk, ohne Kennworteingabe die volle Kontrolle über das Gerät zu übernehmen. Die Schwachstellen wurden unter den Kennungen CVE-2026-15315 und CVE-2026-15316 von Forschern bei OPSWAT Unit 515 aufgedeckt.
Betroffen sind die lokalen Steuerungsdienste und der RTSP-Audiovideostream. Durch manipulierte JSON-Anfragen kann die Authentifizierung umgangen werden, wodurch Angreifer Kameraeinstellungen manipulieren und Live-Bilder sowie Tonaufnahmen abfangen können. Ein Pufferüberlauf ermöglicht zudem das lahmlegen der Kamera durch kontinuierliche Neustarts.
Wichtige Sofortmaßnahmen
- Firmware umgehend aktualisieren: Führen Sie das Update direkt über die Tapo-Smartphone-App durch.
- IoT-Netzwerk segmentieren: Betreiben Sie Kameras ausschließlich in einem separaten VLAN.
- UPnP im Router deaktivieren: Verhindern Sie automatische Portweiterleitungen ins öffentliche Internet.